Montag, 21. Dezember 2009

Hotel Papa

Ich bin angekommen - nach einem wirklich langen, der Bahnfahrt gewidmeten Freitag bin ich überraschenderweise planmäßig um 20.15 in Neumünster angekommen. Sieben verschiedene Züge habe ich benutzt und muss sagen, es wurde erst in Schleswig-Holstein unangenehm. Denn anders als in allen anderen Bundesländern hat die DB hier nur einen einstöckigen Zug für die letzten Ausläufer des Feierabendpendelns bereitgestellt. Überall sonst gab es Doppeldecker. Dementsprechend voll war der letzte Zug des Abends (den ich außerdem fast noch verpasst hätte, weil der vorletzte mit 20 Minuten Verspätung losfuhr). Aber egal, ich bin ja angekommen.

Übrigens in ganz Deutschland das gleiche Bild am Freitag - Schneefall und weiße Landschaft.

Samstag kam gleich einmal netter Besuch - Jana hat auf dem Weg nach Berlin in den eigenen Weihnachts-Heimatbesuch einen Stopp in Neumünster eingelegt. Gut für sie, denn sonst wäre sie niemals in den Genuss gekommen, den Ziemannschen Gefrierschank abzutauen. Denn da es nun draußen mal knappe minus zehn Grad hatte, hat mein Vater sich gedacht "Super, da kann das ganze eingefrorene Zeugs draußen gelagert werden, während der Schrank abtaut." Aber, mein Vater gehört nicht unbedingt zu den geduldigen Menschen, er hat definitiv andere Qualitäten. Also hat er sich mit einem Fön bewaffnet und das Abtauen mal ein wenig beschleunigt. Dummerweise kann er sich im Moment wegen seiner Hüfte nicht gut bücken, also haben für die unteren Etagen Jana und ich übernommen und sind dem Eis zuleibe gerückt.

Gib Eis keine Chance!

Zum wieder-Aufwärmen nach diesem doch eher eisigen Vergnügen haben wir uns dann in Neumünster Innenstadt vergnügt. Hehe, das "Zentrum" hat diesen Namen allerdings im Grunde nur verdient, weil es zentral ist. Ansonsten kann es nicht mit viel aufwarten, die Standardgeschäfte aber nicht mehr. Und nach zehn Minuten ist man von einem Ende zum anderen gelaufen, wenn man sich Zeit lässt. Aber der Weihnachtsmarkt ist eigentlich ganz süß, so dass wir auch noch gleich noch einen Glühwein und ein paar Poffertjes eingeworfen haben. Leider haben wir den letzten Bus zurück nach hause um ungefähr zwanzig Minuten verpasst (es war ja auch immerhin schon fast halb sieben auf einen Samstag!!!), so dass wir zu Fuß nach hause stiefeln mussten. Verdammt unangenehm bei der Kälte, die frische Suppe, die mein Vater gekocht hatte, kam also mehr als gelegen.


Aber wie das immer so ist, geht die Zeit viel zu schnell vorbei und Sonntagkurznachfrüh ist die Gute dann schon wieder Richtung Berlin weitergezischt. Hat auch nicht lang gedauert, das Auto wieder kältetauglich zu machen und zum Glück haben auch alle Vesuche, die Scheibenwischanlage und Wischwasserspritzanlage wieder flott zu machen, sehr gut funktioniert... oder auch nicht. Naja, heil angekommen ist sie jedenfalls.

Sonntag ging das hier gleich mit Programm weiter, Björn und Finn sind vorbeigekommen. Süßer Junge, echt. Sein Lieblingsthema sind nach wie vor Autos, ganz besonders die Exemplare aus Disney's "Cars" und außerdem aus der KiKa-Serie "Roary" - eine Serie rund ums Leben des Rennwagens Roary. Jaa, das habt ihr jetzt auch nicht gekannt, hm? War für mich auch Neuland, aber jetzt bin ich schlauer. Milchschnitten sind übrigens auch total "in" bei der unter dreijährigen Bevölkerung.

Im Hotel Papa wird man übrigens wunderbar versorgt, fünf Sterne mit Vollpension, all inclusive und so weiter. Einziger Nachteil: Küchendienst. Aber auch das werd ich überleben.

Soviel erstmal, ich meld mich wieder.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen