Mittwoch, 18. November 2009

Friska Viljor

Ich muss schon sagen, Friska Viljor haben mir gestern echt die Spucke wegbleiben lassen. Das war wirklich ein geniales Konzert.

Der MUZ Club war restlos ausverkauft, so voll hab ich den noch nie gesehen. Die Band selbst zeigte sich überrascht und erfreut, dass so viele Leute an einem Dienstagabend zu ihrem Konzert gekommen waren. Die Temperatur lag bei gefühlten 40 Grad und wer so viel Platz hatte, dass er sich drehen konnte, war ein glücklicher Mensch. Also wirklich picke-packe-voll.

Zwei Vorbands haben die Schweden mitgebracht: William the Contractor, der vor allem durch seine charmante Art überzeugte, aber auch musikalisch was auf dem Kasten hat. Einen winzig kleinen Eindruck davon kann man auf seiner Myspace-Seite bekommen, wo er immerhin einen Song seines im Februar oder März erscheinenden Debutalbums anhören kann (ganz sicher war er sich selbst nicht, wann das Album veröffentlich wird). Die zweite Vor"band" war Lena Malmborg, eine schwedische Sängerin. Aber im Grunde waren es jeweils die gleichen Musiker, die nur unterschiedliche Aufgaben übernommen haben. Mir persönlich hat William the Contractor wesentlich besser gefallen, Lena Malmborg war mir zu bluesig, also für den Rahmen viel zu ruhig.

Und dann Friska Viljor. Die komplette Entourage war anscheinend zu spät gekommen, so dass allesamt direkt vor Publikum den Soundcheck machen mussten. Ist eher unspektakulär, daher hoffe ich für alle kommenden Konzerte, die ich besuchen werde, dass dieser Teil dann schon erledigt ist. Aber die beiden Köpfe der Band, Daniel Johansson und Joakim Svenningsson, haben das ganze so locker genommen, das war schon wieder nett mit anzusehen. Und ab dem ersten "echten" Ton war dann Bewegung angesagt. Denn die "Kindermusik mit erwachsenen Texten", wie Friska Viljor ihre Musik selbst charakterisieren ist absolute Tanzmusik - und hat wirklich den ganzen Club in Bewegung versetzt. Manche so sehr, dass sie alle in ihrer Umgebung genervt haben - Kathi hat sich mit einer nervigen Tanztusse einen kleinen Catfight gegen Ende des Konzerts geliefert...

Also, absolut eins der besten Konzerte, bei denen ich dieses Jahr war, vielleicht sogar das beste. Wer die Möglichkeit hat, sollte überlegen, sich Friska Viljor auch anzusehen - für 12 Euro, die wir bezahlt haben, kann man nichts falsch machen und kriegt viel gute Musik geboten. Die wahren Entertainer sind die beiden nicht unbedingt, aber das muss ja auch nicht immer sein. Ich bin jedenfalls begeistert und werde tunlichst kein Konzert in meiner Nähe mehr verpassen.

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