Sonntag, 11. November 2012

Herdentrip nach Hamburg

Ich könnte jetzt ja so tun, als sei der Hamburgtrip mit der Herde gerade erst gewesen und als würde ich jetzt direkt im Anschluss darüber schreiben...aber dummerweise gehöre ich zu den ehrlichen Menschen...daher muss ich zugeben, dass wir bereits vor vier Wochen in Hamburg waren und ich eben erst jetzt dazu komme, den Herdentrip hier auch zu verewigen.

Wir hatten den Ausflug Moni zum Geburtstag geschenkt und zwar schon im Februar. Fast ein Wunder, dass wir es jetzt doch noch, bevor sie wieder Geburtstag hat, geschafft haben, das Geschenk auch in die Tat umzusetzen. Aber als erstmal ein Wochenende gefunden war, an dem auch wirklich (fast) die ganze Herde Zeit hatte (immerhin 12 Mann), ging es eigentlich recht schnell und das Programm stand auch bald fest: Sightseeing (logo), Kiez (auch logo), Dungeon, Miniaturwunderland, Fischmarkt (wer es schafft) und was uns eben sonst noch so einfällt.

Zimmer haben wir uns in der Superbude gebucht und die kann ich an dieser Stelle wirklich mal jedem empfehlen, der mal ein Wochenende oder länger in Hamburg vorbeischauen will und eine Unterkunft sucht, die gleichzeitig locker, cool, günstig und trotzdem sauber, gut geführt und zentral ist. Es gibt eine Superbude in St. Pauli (leider komplett ausgebucht, als wir hinwollten) und eine in St. Georg (in der wir dann geschlafen haben). Und das Konzept ist super: Es gibt sowohl Mehrbettenzimmer, in denen sich Backpacker einfach ein Bett buchen können, aber auch Doppel-, Vierer- und Sechserzimmer. Jedes Zimmer hat ein eigenes Bad mit WC und Dusche, es gibt Bettwäsche und Handtücher gratis, WLAN und jedes Zimmer hat einen Flat-TV (wer's braucht...). Frühstück im Kitchenclub gibt es für 7 Euro (und die haben sich wirklich mal gelohnt, Highlight waren wohl die Waffeln, die man sich frisch backen konnte). Alle Angestellten supernett, an der Rezeption konnte man ein paar Getränke und Snacks bekommen (Astra, yeah) und es hätte sogar einen Kinoraum gegeben.

Der Großteil der Herde war schon am Donnerstag Richtung Norden aufgebrochen, so dass sie sich Freitag schon gut was anschauen konnten (zum Beispiel den schönen Elbstrand im Regen...), aber Matze, Andi und ich mussten noch arbeiten und sind daher erst Freitagmittag in Nürnberg losgekommen. Stau und widrige Wetterverhältnisse sorgten dann dafür, dass wir eine schiere Ewigkeit unterwegs waren und erst gegen 10 auch endlich im Hostel eintrudelten - und dann ging es auch direkt Cocktails trinken und ab auf den Kiez. Die ersten (zu denen ich gehörte) haben so gegen halb vier schlapp und sich auf den Weg ins Bett gemacht), der Rest hat wohl so bis fünf oder halb sechs oder so durchgehalten. Den Kiez muss man schonmal erlebt haben, das ist schon ein einzigartiges Schauspiel. Klar - auch die Kneipen und Clubs sind natürlich toll und originell und alles, aber sowas findet man ja auch woanders. Die spezielle Stimmung aufm Hamburger Kiez, die findet man aber nicht überall.

Samstag ging es früh mit dem Programm weiter: Nachdem alle es irgendwie geschafft haben, aus dem Bett zu kommen, sind wir pünktlich um kurz nach zehn beim Hamburg Dungeon angekommen, wo wir als Gruppe angemeldet waren - und so glücklicherweise wesentlich weniger bezahlt haben also normalerweise. Im Dungeon selbst (den ich jedem, der ein bißchen Spaß an Grusel hat, empfehlen möchte) darf man nicht fotografieren. Aber sie machen sehr geschäftsträchtig ein Gruppenfoto am Eingang und unseres ist so gut geworden, dass ich es auch kaufen musste (hier natürlich nur ganz billig vom Ausdruck abfotografiert):


Anschließend ging es ins Schanzenviertel, die ganzen kleinen Lädchen unsicher machen und eines der vielen, vielen Essensangebote annehmen - in unserem Fall thailändisch. Ich liebe ja das Schanzenviertel, alles schön klein, alternativ und einzigartig. Mein Lieblingscafé ist hier Herr Max, bei dem wir aber leider dieses Mal nicht waren. Dafür wurden die Läden leergeshopt, bevor wir uns zu meinem persönlichen Tageshighlight aufgemacht haben: Dem Miniaturwunderland.

Da war ich mir vorher gar nicht so sicher, ob mir das überhaupt gefallen würde, denn mit Modelleisenbahnen habe ich so gar nix am Hut. Mein Vater hat zwar einiges und hat auch früher, als ich noch sehr klein war (vielleicht so fünf) immer mal wieder sein ganzes Arsenal auf dem Esstisch aufgebaut und man durfte dann seine Lökchen und Zügchen mal "steuern" (also auf den Knopf am Schaltbrett drücken, der ihn zum Anfahren animiert). Da fand ich das schon spannend .. aber wenn er sich in seine Landschaften vertieft hat, war ich dann doch bei meinen Barbies glücklicher. Nun ja - und jetzt also sowas in der Art auf ewig vielen Quadratmetern? Ich wusste ja nicht so recht. ABER, es hat sich einmal mehr gezeigt: Man muss allem mal eine Chance geben. Das Miniaturwunderland ist einfach fantastisch - so viele verschiedene Regionen mit so viel Liebe zum Detail aufgebaut. So viele kleine, versteckte Witze (ganz zu schweigen von den ganzen vögelnden Pärchen und gaffenden Mönchen...), abstruse Szenen, die tausenden inszenierten Verkehrsunfälle, ein über zwei Etagen reichendes Schweizer Bergmassiv, ganz viel Hamburg in klein (besonders genial der Flughafen mit startenden und landenden Fliegern)...ach. Und so viel mehr...leider war recht bald mein Akku leer.









Abends waren wir alle dann so fertig, dass wir außer Essensuche und im Hostel Bier trinken und Jenga spielen nicht mehr viel hinbekommen haben. Manch einer - sagen wir drei - waren aber so krass und sind um fünf Uhr früh zum Fischmarkt rausgefahren. Ich hab das Schlafen vorgezogen und bin dann nach einem fürstlichen Frühstück noch nach Neumünster weitergefahren, während der Rest sich auf den Rückweg nach Nürnberg gemacht hat.

Und auch wenn es jetzt gar nicht nach so viel klingt: Das war ein tolles Wochenende und ich kann mir nicht helfen: In dieser Gruppe fühlt man sich einfach bei solchen Ausflügen immer unglaublich gut aufgehoben. Da freu ich mich schon auf unseren Herdenurlaub 2013 (nach Kroatien...). :)

2 Kommentare:

  1. Das klingt echt super...Die Herde würde ich auch gern mal kennenlernen.
    Bin am We in N, allerdings in Weißenohe bei Solli zur Patenkind-Stippvisite. Das wird wohl einfach zu knapp. :-(

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  2. Hey,
    nach Internetausfall komm ich jetzt auch endlich mal zu deinem Kommentar. War deine Stippvisite denn gut (sind die beiden umgezogen)?
    Das mit der Herde kriegen wir sicher auch nochmal hin, wenn die Welt dieses Jahr nicht noch untergeht... ;)

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