Ihr kennt das sicher alle: Man kennt jemanden schon eeeeeeewig und drei Tage, ist gefühlt noch länger befreundet/verliebt/miteinander in Beziehung und ... nun ja ... findet nicht mehr ALLES, was das Gegenüber so erzählt und tut immer interessant und aufregend. Weil man es vielleicht schon mehrfach gehört und gesehen hat. Oder weil man seit einer Ewigkeit und drei Tagen ähnliche Dinge hört und sieht. Und weil man sich mal was anderes wünscht vielleicht.
Nun - ich habe festgestellt, dass das auch für Musiker gilt. Ich war letzte Woche nämlich mal wieder bei Kristofer Aström im Hirsch zu Besuch. Und dieser schwedische Hochmelancholiker begleitet mich unwissentlich mittlerweile seit zehn Jahren durch mein Leben. Und zu jeder traurigen Stimmung und jeder Gedanken-Überdosis hat er das richtige Lied mit genau dem richtigem Text parat.
Tja, aber irgendwie...kommt halt nix Neues. Alles klingt ein bißchen wie das, was man schon kennt und dreht sich dann irgendwie auch immer um die gleichen Themen ("Ich bin einsam", "Ich bin gern allein, vermisse aber gleichzeitig Menschen","Ich arbeite zu viel","Ich denke zu viel nach" ...etc.pp.). Oder wie Moni es nach einer Stunde Konzert ausdrückte: "Ach Mann, das Lied spielt er jetzt aber auch schon zum zehnten Mal...". Und Recht hatte sie. Alles schonmal dagewesen. Trotzdem war das Konzert nicht schlecht - halt nur nicht so spannend, wie es hätte sein dürfen.
Umso heller konnte Matthias Hellberg im Vorprogramm leuchten und uns begeistern. Von daher hat es sich dann doch definitiv wieder gelohnt, hinzugehen...
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