Mein Arbeitsvertrag wurde einmal mehr verlängert - dieses Mal auf das Projekt, in dem ich arbeite. Das heißt, solange der Auftrag läuft, habe ich einen sicheren (unterbezahlten) Job. Ich weiß, ich habe schon vor längerem gesagt, dass ich eigentlich gern wieder was anderes machen möchte, und das hat sich auch nicht geändert. Aber die Jobs, die mit Literatur zu tun haben und in Nürnberg angesiedelt sind, sind mengenmäßig eher gering. Und ich habe einfach keine Lust, mich auf einen Job zu bewerben, der mich nicht mehr interessiert als mein jetziger, bei dem dann vielleicht die Kollegen nicht so toll sind oder ich statt 35 dann 40 Stunden arbeiten muss und noch weniger Spaß habe. Momentan weiß ich zumindest, wie ich den ätzenden Teilen meiner Arbeit einigermaßen entkommen kann. Aber es wird sich auch eh einiges tun in der nächsten Zeit, denn mein Chef wechselt die Abteilung und eine meiner Kolleginnen übernimmt ab Mai die Teamleitung. Mit meiber Lieblingskollegin, die bereits im Januar in eine andere Abteilung ging, haben wir also zwei Vollzeitkräfte verloren. Und meine neue Chefin wird natürlich auch nicht mehr unbedingt das Tagesgeschäft mitmachen. Man wird sehen, wie sich alles (positiv und negativ) entwickeln wird...
Insgesamt brauche ich aber wohl einen Tritt in den Arsch ganz großer Dimension um mir dann doch mal was anderes zu suchen. Es ist einfach zu komfortabel, die Eigenarten der Kollegen zu kennen, morgens schon zu wissen, worüber man sich über den Tag ärgern wird und abends alles hinter sich lassen zu können, weil es einfach alles schon so bekannt ist. Mal sehen, vielleicht kommt der Tritt in den Hintern ja Mitte/Ende des Jahres - dann läuft nämlich das Projekt aus und noch ist nicht klar, ob wir die Ausschreibung wieder gewinnen. Falls nein, bringt mir nämlich der neue Vertrag auch nichts, dann ist das Projekt nämlich einfach zu Ende. Drückt mir also die Daumen - ob für eine Verlängerung des Projekts oder dagegen, müsst ihr selbst entscheiden.
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