Mittwoch, 3. Februar 2010

99 Funeralmasterluftballons

Moin Moin,

soll ich Euch mal sagen, was richtig cool ist? Wenn man NACH getaner Arbeit noch einkaufen geht und die Kassiererin einem am Ende noch "einen schönen Nachmittag" wünscht. 35-Stunden-Woche ist definitiv cool, kaum ist man im Büro, kann man auch schon wieder gehen. Darüber hinaus bin ich da wirklich an einen netten Arbeitgeber geraten, es gab eine Begrüßungsmappe, eine freundliche Orientierungsveranstaltung (und am zweiten Tag das ganze noch en detail), sehr nette Kollegen (hatte ein bißchen Sorge, dass man als "Zeitarbeits-Aushilfe" ein wenig links liegen gelassen wird. Aber weit gefehlt, man ist vom ersten Tag an so akzeptiert wie alle anderen. Tolles Betriebsklima!

In der Redaktion, in der ich nun eingesetzt werde, arbeiten etwa 80 Leute, jeweils zu dritt im Büro untergebracht. Meine beiden Mitbüronerinnen passen ganz gut zu mir, denk ich. Sympathisch, ruhig und durchaus für hintersinnige Statements zu haben. Das CMS wurde mir ja schon im Vorstellungsgespräch als furchtbar schwer zu durchschauen angekündigt, aber ich muss sagen, damit habe ich gar nicht so große Probleme. Hilft sicherlich, dass ich kaum Berührungs- und Ausprobierängste bei Software habe. Meine Mitanfängerin hat jedenfalls wesentlich größere Probleme.

Dafür ist das System der Berufe in Deutschland tatsächlich eher kompliziert und auf den ersten (zweiten, dritten und vierten) Blick undurchschaubar. Ich bin jetzt im Fachbereich "Weiterbildungsberufe" eingeteilt und kümmere mich gerade um das "B-40/0-B-40-2-Problem". Jawohl. Nun ja, ist für den Anfang halt eher einfach gehalten natürlich, damit man sich in Ruhe ins System einarbeiten und trotzdem produktiv sein kann. Es ist wirklich lustig, was man da alles für Berufe kennen lernt. Kanntet ihr zum Beispiel die Strahlenschutzfachkraft schon? Oder wusstet ihr, dass Bestattermeister in Deutschland jetzt Funeralmaster heißen? Nur zwei Beispiele der vielen, vielen absurden Berufe und ihrer Bezeichnungen. Macht aber schon Spaß, drüber nachzudenken, zu recherchieren und zu schreiben.

So, und jetzt noch der einzige bisherige Negativpunkt an dieser Firma: Fasching! Es gibt tatsächlich eine Firmenfaschingsfeier. Während der Arbeitszeit! Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Puh. Immerhin ist das Motto ganz cool, denn man soll sich wie ein Song verkleiden. Schreibt mir mal Vorschläge und Ideen, was man da machen könnte, ohne sich zu sehr zum Horst zu machen. 99 Luftballons fällt flach ... alle anderen sollen ja auch noch Platz haben.. ;-)

6 Kommentare:

  1. Hail to the freaks von den beatsteaks??? Damit hättest du alle Freiheiten...;)

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  2. vielleicht erweckst du damit aber einen falschen Eindruck...vergiss, was ich gesagt hab...;o)
    Lieber so was wie Im Taxi weinen von Kettcar, ...oder wie wärs mit Wonderwall? Das kannst du sogar auch noch selbst ganz grandios intonieren...deine Kollegen werden staunen..;)
    ich denke noch weiter...

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  3. Ha! Wonderwall...DIE Erinnerung war nun wirklich an einen sehr weit entfernten Rand meines Gedächtnisses gerutscht. Sehr lustig, das war ein Abend.... ;-)

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  4. Yellow Submarine, Beatles

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  5. Ah, das ist auch ne gute Idee, die Beatles kennt zumindest jeder. Hab auch grad überlegt, ob "Singing in the Rain" gut wär, aber ich glaube, das kommt nicht so gut, wenn ich da so viel Wasser verteile..

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  6. Ooooohhhhh, vielleicht auch "Money, Money, Money" ... einfach Spielgeld überall dranheften...

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