Donnerstag, 1. Oktober 2009

Paris, je t'aime

Ich habe vor einigen Jahren mit einer Freundin, die gerade von einem Auslandssemester in Paris nach Kiel zurückgekommen war, diesen Film gesehen. Wir waren in einem der interessanteren Kinos, in der Traumfabrik - einer alten, renovierten Industrie/Fabrikhalle, in der sich heute ein Unternehmen mit Kino, Disco und Restaurant befindet. Ist eindeutig einer der alternativeren Orte Kiels.

Wie auch immer, der Film. Im Grunde ist es eine Sammlung von Kurzfilmen, 18 an der Zahl. Jeder Kurzfilm wurde von einem anderen Regisseur mit anderen Schauspielern realisiert, jeder Kurzfilm behandelt ein Viertel von Paris und insgesamt geht es darum, zu zeigen, dass Paris eine wunderbare Stadt ist. Denke ich. Ich fand den Film damals nicht besonders beeindruckend, die vielen prominenten Schauspieler konnten da auch nichts dran ändern. Weder Elijah Wood, noch Natalie Portman, noch Maggie Gyllenhaal oder Marianne Faithfull. Auch nicht Steve Buscemi oder Juliette Binoche. Der Film hatte nur eine Episode, die mich beeindruckt hat und mir im Gedächtnis geblieben ist und ich weiß nicht, warum - aber heute fiel sie mir plötzlich wieder ein. Und voilà - youtube hat ja schließlich alles - hier ist sie:



Diese völlig unspektakuläre Frau, die für sechs Tage Paris mühsam die Sprache lernt, hat es mir angetan. Diese Einsamkeit, die sie hinter "I'm a happy person" verbirgt; der (wie ich finde) unglaublich traurige Moment, wo sie sich einen auf Französich abbricht um nach einem Restaurant zu fragen - und die Frau antwortet (obwohl Franzosen das wirklich nie, nie, nie tun) auf Englisch; ihre Überlegungen zum mexikanischen Diktator und vor allem dieses bittersüße "Sometimes you wanna have somebody to share it with". Schön.

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