Versetzt werden macht generell keinen Spaß, schon gar nicht, wenn man sich auf das, was man vorhatte, gefreut hat. Noch weniger Spaß macht das Versetztwerden allerdings, wenn man den Versetzer prinzipiell verstehen kann.
Ich wollte heute Abend zu den Cinematics in den MUZ-Club gehen. Die Cinematics sind ne recht coole Band aus Glasgow, so dass es leicht war, Bea zu überzeugen, dass sie mitwill. Beziehungsweise, ich habe es nur am Rande erwähnt und schon hatte ich eine Begleitung. Hm, aber wie das so ist, nach drei harten Arbeitstagen ist man dann eben doch nicht mehr so fit wie am Wochenende vorher und schon fällt so eine Absage leichter als tatsächlich zum Konzert zu gehen.
Jetzt sitz ich hier und überlege, ob ich Bock hab allein zu gehen (Nein!) und was ich tun kann, um nicht mitten in der Woche immer 380% mehr Energie zu haben als alle meine Freunde vor Ort. Vor allem, wenn die Energie dann am Wochenende plötzlich schlagartig weg ist. Denn das ist ein komisches Phänomen: In der Woche bin ich voller Tatendrang, am Wochenende dann plötzlich schlaff vom ganzen Nichtstun die Woche über. Ich fühl mich wie in diesem Tocotronic-Song:
Es ist, als würde ich in einem Paralleluniversum leben, in das niemand anders vordringen kann. Ich mein, das ist ja ein Glück für alle anderen, aber für mich doch ein wenig traurig.
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