jetzt fragt ihr euch, was bei der Überschrift kommen mag. Hmhm, kann ich verstehen, dass ihr da irritiert seid. Wär ich auch, wenn ich nicht wüßte, worum es geht....
Es geht natürlich um die Kanutour, der ich am Pfingstwochenende beiwohnen durfte. Dass ich leichte Probleme hatte, mein Gepäck in verträglichen Mengen zu halten, hab ich ja schon kurz vorher zugegeben. Letzendlich hab ich es dann aber doch geschafft, alles in einen Rucksack, Beas großen Packsack und eben zwei Campingstühle aufzuteilen. Den Rucksackinhalt hab ich dann einfach vor Ort in meinen kleineren Packsack umgepackt, hat gar keiner mitgekriegt.... ! Ich hab mich aber doch etwas schwer getan, den Kram dann erst zur Arbeit und später noch zum Bahnhof zu transportieren. Dort wollte ich mich nämlich mit dem Rest von Team Nürnberg - Falk, Sven und Martin - treffen. Martin, der in Frankfurt/Main wohnt, haben wir kurzerhand für Team Nürnberg verpflichtet.
Das sind übrigens die von mir mitgebrachten "Mädchencampingstühle" für Vera und mich. Schön mit Hawaiiblumen...toll, oder?Das Auto war dann pickepackevoll, als wir alles drin hatten - irgendwie haben Sven und ich zum Glück auf dem Rücksitz Platz gefunden...und ziemlich genau sieben Stunden später sind wir dann auch auf dem Campingplatz in Schwarz/Mecklenburg Vorpommern angekommen. Die Straßen waren schon ziemlich voll und wir standen in drei Staus. Naja, es gab dann ja lecker Burger, Marke Eigenbau, als wir da waren. Und ein Lagerfeuer. Und Zelte mussten wir auch nicht aufbauen, sondern durften in den riesigen Tipis schlafen, die eh schon da standen.
In so ein Tipi haben ungefähr 12-15 Leute reingepasst. Leider waren im Nachzügler-Tipi nur 5, daher haben wir dann doch ziemlich gefroren...Am Boden dieser Tipis war Holz gestreut, so dass es schon ganz gemütlich war. Wenn man natürlich mit vier
Samstag
So, Samstag ging es los, leider mit ein wenig Regen. Naja, egal, erstmal gab es lecker Frühstück, dann wurden die 13 Kanu klargemacht und nach und nach zu Wasser gelassen. Ich hab mich mit Sven aus Nürnberg zusammengetan und ihn gleich mal zu meinem Steuermann gemacht. Das hab im letzten Jahr ja ich gemacht, das Lenken, und es nicht so toll hinbekommen. Daher wollte ich das dieses Jahr nicht unbedingt schon wieder machen. Hm, Sven war ungefähr so gut wie ich letztes Jahr..nee, schon n bißchen besser, aber wir waren schon hin und wieder mal im Dickicht verschollen. Außerdem meistens das letzte Boot.
Der erste Kanutag war jedenfalls krass windig, oh Mann...ständig wurde man abgetrieben und kalt war es auch. Als wir Mittagspause gemacht haben, ging es mir irgendwie nicht so gut, war total zittrig und hab tierisch gefroren. Naja, danach ging es besser, ich hab bemerkt, dass so eine Rettungsweste nicht nur gut ist, wenn man kentert, sondern auch, wenn man friert. Die isoliert nämlich wirklich gut. Als ich die anhatte, ging es dann mit dem Frieren. Ich war trotzdem unendlich glücklich, als wir nach 18,5 km endlich das Tagesziel erreicht hatten.
Leider war es ja tagsüber nicht so warm, dass die Luft besonders erhitzt worden wäre. Und so haben wir an diesem Abend alle ziemlich gefroren, dummerweise war tagsüber auch meine Jacke im Kanu völlig durchnässt worden und bis abends nicht wieder getrocknet. Boah...was hab ich gezittert. Ein Glühwein wäre schön gewesen! Auch Alkohol von innen hat nicht so richtig geholfen. Nun ja, der Campingplatz hatte allerdings ein "Special Feature" ... eine Wanne, die man von unten mit Feuer beheizen konnte. Das haben einige aus der Gruppe auch sehr gerne genutzt, sich in der Kälte noch ein bißchen nackiger gemacht und sind dann nach zwei Stunden Heiz-Zeit da reingehüpft.
Ich hab mich zurückgehalten und bin lieber in meinen Schlafsack gekrabbelt, der nach zweimaligem Umzug endlich seine letzte Ruhestätte in Falks Zelt gefunden hatte. Erst wollte ich bei Sven mitpennen, aber nach Begutachtung des Zeltes sind wir schnell auf den liebevollen Kosenamen "Dackelhütte" gekommen...nie im Leben war da Platz für zwei Leute!! Bin ich also zu Stephan umgezogen, sein 2-Mann-Zelt war nämlich tatsächlich für 2 Leute ausgelegt. Tja...aber dann kam plötzlich Falk um die Ecke mit einem erschnorrten 3-Mann-Zelt, das er für sich allein hatte...eine Frau erkennt doch eine günstige Gelegenheit, wenn sie sich bietet. Also - Chance genutzt und gleich wieder umgezogen! Drei Männer an einem Abend...gute Quote, finde ich! :-D
Sonntag und Montag
Sonntag ging es dann bei strahlendem Sonnenschein wieder aufs Wasser. So hat das ganze gleich schon mehr Spaß gemacht und Farbe hat man auch bekommen...(wobei recht viele es auch am ersten, bewölkten Tag schon geschafft hatten, sich verbrennen zu lassen). Die Tour war angeblich laut Karte nur 12 km lang, Stephans gps-Gerät hat allerdings wiederum 18km angezeigt. Ich glaube in diesem Fall Stephan, denn die Tour fühlte sich genauso lang an wie die erste. Am Zeltplatz angekommen mussten wir dann noch die Kanus zum Liegeplatz tragen....vielleicht 500 Meter, aber zuerst mal bergauf. Ganz schön anstrengend. Hatten aber einen schönen Platz dort und einen schönen Abend mit Marshmellows, Eintopf, Stockbrot und Lagerfeuer. Sehr stimmungsvoll.
Montag war dann tatsächlich keine so lange Strecke mehr zu bewältigen, etwa 10km, die wir mit riesenlanger Pause zwischendrin in 4 Stunden oder so hinter uns gebracht hatten. Dann hieß es nur noch ausladen, Kanus saubermachen, Autos einladen, verabschieden, nach Hause fahren. Ich stell noch ein paar Fotos rein, einfach weil die alle schön sind. War auch eine schöne Tour, wobei ich sagen muss, dass mir persönlich die Tour vom letzten Jahr besser gefallen hat. 26 Leute haben mich ein bißchen überfordert, da konnte ich gar nicht annähernd mit allen reden. Ich glaub, von zwei oder drei weiß ich den Namen gar nicht. Ich steh eher auf kleinere Gruppen, definitiv unter 20 Leute.
Aber, wie gesagt, schön war es trotzdem und ich hab trotzdem neue, nette Leute kennengelernt und außerdem jetzt schon meine Sommerbräune erreicht. Mehr wird da nicht kommen. Ist doch auch was. :)
Anne und Manu - Team Eisenhüttenstadt. Die haben sich mit uns immer um die negative Pole-Position "gestritten"...















Das sieht und klingt aber alles nach 'ner ziemlich gelungenen Pfingst-Äktschn! :-)
AntwortenLöschenVoll schöne Fotos...besonders ergreifend: Die Schleuse...die armen anderen Wassersportler...die müssen sich auch wie bei einer Invasion gefühlt haben...;)
AntwortenLöschenAlso,
AntwortenLöschenWasserSPORTLER waren vor allem mal wir. Die anderen sind ja nur faul mit ihren Motorbooten über die Seen geschippert und haben fiese Wellen produziert....Ärsche!!
;D