Ach Leute,
manchmal macht das alles aber auch so gar keinen Spaß. Da findet man nach einigen Monaten wieder einen Arbeitsplatz, fühlt sich dort wohl, wird aus der Zeitarbeit übernommen und in eine neue Abteilung versetzt. Hier fühlt man sich noch wohler, weil man mitdenken darf und muss, alles was man an Köpfchen hat einsetzen kann, viel lernt und diese Abteilung tatsächlich als Team fungiert. Man geht mit den neuen Kolleginnen in die Regina und fragt sich, ob es noch besser werden kann. Dann rückt der Zeitpunkt näher, an dem der wiederum befristete Vertrag auslaufen wird. Man macht sich nicht zu große Sorgen, die Abteilung ist zu komplex als dass man einen mal eben zum Aushelfen für einige Monate holt. Dann die Nachricht: Es wird noch einmal verlängert, sechs Monate. "Aber schauen Sie sich lieber um."
Ich frage mich wirklich langsam, ob das jetzt den Rest des Lebens so weitergeht, dass ich immer mal 1,5 Jahre irgendwo arbeiten kann, dann wieder suche, wieder ein wenig arbeite, gerade wenn man drin ist gehen muss und wieder sucht. Ob da jemals auch mal so etwas wie Sicherheit in Bezug auf den Job in meinem Leben eintritt. Ab Mai nächstes Jahr muss ich anfangen mein Bafög zurück zu zahlen und frage mich mehr denn je, wie ich diese 10.000 Euro stemmen soll. Motivation, ins Büro zu gehen geht gerade gen Null, trotzdem ist Stress angesagt, jeden Tag werden mindestens zwei Überstunden geschoben, alle müssen Einsatz und Top-Leistung bringen. Wo ich die Kraft dazu noch herholen soll, ist mir langsam unklar.
Also - wer von irgendwo hört, dass jemand ab Sommer eine Germanistin/Literaturwissenschaftlerin/Redakteurin/Planerin/Organisiererin etc. braucht, dann denkt doch mal an mich. Wo, ist mir mehr oder minder egal, wird eh nur 1,5 Jahr dauern....
"In den dunkelsten Stunden", Herrenmagazin.
Die waren letztens in Nürnberg und ich hab sie irgendwie verpasst. Noch so ein doofer Punkt... ;-)
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