Musstet ihr schonmal am Frankfurter Flughafen einen Anschlussflug erwischen? Wenn ja, wisst ihr ja sicher, wie groß der Flughafen ist und dass man sich schon beim Buchen dessen bewusst sein und genug Zeit zwischen den Flügen einplanen sollte. Nun, als wir unsere Flüge in Richtung Dublin gebucht hatten, waren wir uns dessen nicht bewusst und haben die Zeit zwischen den Flügen extra knapp gehalten....damit wir nicht so lange rumsitzen müssen.
Tja, die nette Dame am Nürnberger Flughafen, die uns unsere Onlinetickets in echte umwandelt, hat dafür nur ein leichtes Kichern übrig und gibt uns den guten Rat, die 50 Minuten zwischen den Flügen mit Rennen zu verbringen. Anders würden wir es im Leben nicht von einem Terminal zum nächsten schaffen. Nun ja - bis zu dem Punkt, an dem wir rennen konnten, mussten wir ja aber erstmal kommen!
In meinen extrem "fröhlichen" Farben bin ich übrigens den ganzen Urlaub aus der Reihe getanzt... ;)
Das erste Hindernis dorthin hat schon die Sicherheitskontrolle dargestellt. Als ich gerade vorbildlich dieses Piepsdings hinter mir gelassen hatte, schaut mich der Sicherheitsangestellte, der das Handgepäck durchleuchtet, streng an und sagt nur: "Sie nehmen jetzt bitte mal das Messer aus ihrem Rucksack!" ... Oh Gott, was??? Ich sah mich schon in Sicherheitsverwahrung, bis mir glücklicherweise auffiel, dass das gar nicht meine Tasche war, auf die er da zeigte. Dummerweise war es Monis. Und es war nicht ein Messer - es waren zwei! Aber Moni war nicht unter die Terroristen gegangen, sondern hatte den Rucksack einfach nach dem letzten Picknick nicht richtig ausgepackt. Sowas aber auch.
Endlich in der Boarding-Area angekommen, hätte ja erstmal alles gut sein können. Bis die Durchsage kam, dass unser Flug etwa eine halbe Stunde Verspätung haben würde. Damit schrumpfte unsere Umsteigezeit auf 20 Minuten zusammen. So ein Mist, sag ich euch. Bibbern auf dem Flug nach Frankfurt - dann aber beim Landen die Zusage, dass wir per Bus direkt zum nächsten Flugzeug gefahren würden! Ha, das ist ja besser als gedacht!
Etwa zweieinhalb Stunden und etliche Kilometer später stehen wir in Dublin auf dem Flughafen und starren aufs Gepäckband. Es fährt da fröhlich vor sich hin, leider kommt kein Gepäckstück mehr und Yvonne und ich stehen ohne Koffer da. Moni, die einzige die schon in Nürnberg gesagt hat, dass sie es ganz spannend finden würde, wenn ihr Koffer abhanden käme, hat ihren natürlich bekommen. Nach kurzer Diskussion mit dem Bodenpersonal sind wir um drei "Female-Overnight-Kits" reicher und trotzdem noch zwei Koffer zu leicht. Was soll man anderes machen als sich auf den Weg ins Hostel und dann so schnell wie möglich ins erstbeste Pub.
Hier mussten wir dann nur noch den ersten Kulturschock verkraften, als der Typ an der Bar doch tatsächlich fünf Euro für ein Bier haben wollte. Und den zweiten als der erstbeste Ire fragt, ob man denn schonmal Sex mit einem Iren gehabt habe und "Yes, this is an offer!". Aha. Recht offen also, zumindest im Touristenviertel der Stadt. Irgendwie hatten wir uns Irland beschaulicher vorgestellt - in Temple Bar (ein Bezirk in Dublin) ist man da aber an der falschen Adresse, hier ist Party, laute (dafür schlechte) Musik angesagt und betrunkene Kerle, die sich Chancen bei den Touristinnen ausrechnen. Wir wanken nach drei Pints dann trotzdem nur zu dritt zurück zum Hostel und jeder für sich allein ins Stockbett. Erster Tag geschafft.
Oha, und das ist der erste Tag. Ich bin gespannt auf die nächsten - was da noch kommt...
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