Nicht nur ein Textzitat aus einem Karpatenhund-Song sondern auch die Zusammenfassung des gestrigen Abends. Anja, Bea und ich waren im MUZ-Club, um Oh, Napoleon und Karpatenhund live in concert zu bewundern.
Ich kann jetzt nicht sagen, dass Karpatenhund meine allerliebste Lieblingsband waren vorher, aber ich fand sie ganz ok, mochte die Musik an sich und auch den Gesang. Aber gestern hat der viel gefürchtete "Klee-Effekt" eingesetzt. Den versteht nur meine Tante Heinke, deswegen muss ich wohl erklären...
Vor ziemlich genau drei Jahren waren Heinke und ich bei einem Klee-Konzert in der Pumpe in Kiel. Klee mochten wir beide sehr gern und haben die Alben besonders gern bei gemeinsamen Autofahrten gehört...bis wir beim Konzert gewesen sind. Die Sängerin war einfach so penetrant nervig und hat den ganzen Abend über ein so beklopptes Zeug zusammengelabert, dass wir beide sehr lange Zeit keine rechte Lust mehr auf Klee hatten. Ich muss sagen, bei mir hat sich das bis heute gehalten. Ich mag immer noch einzelne Songs sehr gerne hören, aber ein ganzes Album halt ich kaum noch durch, weil ich immer an diese gewollt intellektuell-esoterische Performance denken muss.
Und gestern? Nun ja, es war nicht ganz so schlimm, aber ging schon in die Richtung. Die Sängerin ist live, wenn sie redet, sympathisch. Aber wenn sie singt, ist es furchtbar. Man muss sich immer wieder dran erinnern, dass die Texte auf deutsch sind, denn hören kann man es nicht. Die Sängerin hat eine so seltsam-gekünstelte Art, die Worte auszusprechen (bzw. zu singen), dass man die einfachsten Sätze seiner Muttersprache nicht mehr versteht. Karpatenhund sind definitiv in Studioversion besser als live - und ihre Vorband haben ihnen klar den Rang abgelaufen und waren viel besser. Nun mochte ich Karpatenhund nicht so gerne, wie ich damals Klee mochte, so dass es nur mittelschlimm war - aber Lust auf ihre Alben habe ich jetzt auch keine mehr.
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