Sonntag, 28. April 2013

Verstärkerfestival / 1000 Gram

Gestern war Verstärkerfestival im K4 in Nürnberg. Das Verstärkerfestival ist Teil der Verstärker-Musikmesse, die hier so in etwa alle 2 oder 3 Jahre mal stattfindet und an einem der Veranstaltungstage findet immer das zugehörige Festival mit vielen eher noch unbekannten Indiebands statt. Dieses Mal war meine momentane Lieblings-Neuentdeckung angekündigt und da musste ich natürlich hin. Ich hab auch daneben noch tolle Neuentdeckungen gemacht, aber an 1000 Gram (die sich übrigens schwedisch aussprechen, in etwa "tüsend Gramm") kommt einfach nichts heran.

Aufmerksam geworden bin ich auf sie durch meinen Haus- und Hofradiosender Flux FM (in Berlin stationiert, also nur über Stream bei mir zu empfangen). Dort lief irgendwann "Push Someone" und ich war nach zwei Takten völlig gefangen, fasziniert und begeistert. Es erinnert ein bißchen an Coldplay - aber zu Zeiten, als Coldplay noch toll waren, zu Zeiten von "Yellow", also ganz am Anfang. Erst hab ich gedacht, Coldplay wären eben wieder zu alten Stärken zurückgekehrt, aber dann hab ich gesehen, dass es eben eine ganz andere Band ist. Und so gut wie das Lied war, musste ich dringend rausfinden, ob es mehr von ihnen gibt und es mir ggf. besorgen.



Es ist jetzt nicht alles im Stil von "Push Someone" auf ihrem Debutalbum "Ken Sent Me" - aber alles ist super, in meinen Ohren zumindest. Von daher hab ich mich natürlich extrem gefreut, dass ich sie auch so bald live würde sehen können. Glücklicherweise hatte eine meiner coolsten Kolleginnen auch Lust auf das Festival und so sind wir zusammen hin und hatten einen wirklich tollen Abend. Es waren auch andere gute Bands zu sehen und zu hören, aber das Konzert von 1000 Gram war schon das Highlight. Das Zentralcafé war leider eher leer, als sie spielten und die Anwesenden waren auch eher sehr ruhig. Niemand hat getanzt und der Applaus war auch eher verhalten (zumindest zu Beginn, am Ende des Konzerts wurde dann doch ordentlich geklatscht). Aber - sowas muss man ja positiv sehen, so hatten Kira und ich wesentlich mehr Platz, um selbst zu tanzen. Ich denke mir, auch wenn wir beide eher einen recht amateurhaften Tanzstil haben, war es vielleicht von der Bühne aus nett zu sehen, dass immerhin zwei Mädels vor der Bühne Spaß hatten.

Die Band an sich kam auch sehr sympathisch rüber - der Sänger war ziemlich heiser und hat sich ein paar Mal dafür entschuldigt, aber trotzdem das Programm durchgezogen. Da ich gestern auch total heiser war, weil ich mir auf den letzten Drücker noch eine Erkältung eingefangen habe, fand ich das sehr bewundernswert. Und auch am Merch-Stand hat die Band mit Freundlichkeit überzeugt. Als sie nicht sofort die T-Shirt-Grüße fanden, die ich suchte, und ich dann einfach selbst in ihrem Riesenkarton gewühlt habe, damit sie alle anderen Interessierten bedienen konnten, hab ich dann auch direkt mal 5 Euro Rabatt bekommen - so mag ich das.

Also, Leute, hört euch 1000 Gram an (auf ihrer Facebook-Seite kann man das ganze Album anhören), ich finde, es lohnt sich!

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