Seit ich aus Italien einen neuen Kaffeekocher von Bialetti in wunderschönem blau mitgebracht habe, bin ich großer Fan des Sonntagsmorgenskaffeezeremoniells geworden. Das sieht bei mir so aus: Verschlafen aus dem Bett wanken, irgendwie den Kaffeekocher befüllen und auf den Herd stellen, parallel meinen Milchaufschäumer befüllen und anstellen und dann erstmal irgendwo rumlungern. Das Ergebnis sieht dann in der Regel so großartig aus wie auf dem Foto, das ihr hier bewundern könnt (besonders seit ich die tollen Glaspullis beim Depot entdeckt habe). Einmal ist das ganze leider nicht so gut abgelaufen - ich hatte beim Zusammensetzen des Kochers ein wichtiges Teil vergessen und hörte dann irgendwann nur einen lauten Knall (ich war im Wohnzimmer) und meine Küche sah aus wie auf dem Foto rechts.
Der komplette Inhalt des Kochers hatte sich auf den ganzen Raum verteilt und war teilweise zwei Meter weit vom Herd wegkatapultiert worden. Merke: Sei wachsam beim Kafeekochen - es sei denn, du wolltest deine Küche eh schon immer mal umdekorieren...was ich erstmal aufs Frühjahr verschoben habe.
Einige Sonntagsausflüge waren in letzter Zeit auch angesagt - um dem immer grauer werdenden Wetter ein Schnippchen zu schlagen. Neben dem Zoo (auf dem Foto sieht man die Unterwassersicht im Manatihaus - davon war ich ja absolut begeistert) war ich mit meinen Kolleginnen zum Beispiel auch im Freilandmuseum in Bad Windsheim und Wandern (und natürlich schlemmen) in der Fränkischen Schweiz. Ist schon lustig - ich wohne jetzt seit fünf Jahren in Nürnberg, aber ich hab es bisher immer nur an zwei verschiedene Punkte der Fränkischen geschafft - dafür zu beiden mehrfach.
Einmal ist das Streitberg bzw. Neideck, dort gibt es zwei Burgruinen, die ich mittlerweile beide dreimal aus der Nähe angeschaut habe (einmal war ich in dem Eck immerhin noch am Druidenhain). Auf der anderen Seite ist es das Walberla, auf dem ich jetzt auch schon dreimal war. Es ist dort wunderschön, aber für die nächsten fünf Jahre sollte ich dringend auch mal andere Orte der Fränkischen auf meine Agenda packen. Nichtsdestotrotz war es auch dieses Mal wunderschön rund um Streitberg - zumal an diesem speziellen Sonntag in Nürnberg und Erlangen dicker Nebel hing und erst kurz vor Ebermannstadt plötzlich strahlend blauer Himmel sichtbar wurde. Ein wunderbarer Ausflug damals - und kurz danach wurde es für lange Zeit sehr kalt und grau draußen. Wie gut wir das doch gemacht haben.
Schon eher der Jahreszeit gemäß war dann der Besuch eines Weihnachtsmarktes im/am/beim Schloss Stein. Da man auch das Schloss anschauen konnte, und das allein sonst schon Eintritt kostet, habe ich so gerade eben den Eintritt von acht Euro hingenommen. Eigentlich finde ich das aber schon sehr krass - und im Nachhinhein betrachtet würde ich das auch nicht noch einmal für diesen speziellen Weihnachtsmarkt ausgeben. Er war zwar schön, aber preislich doch sehr exklusiv und geschmackstechnisch einfach nicht mein Ding. Das Schloss war allerdings ziemlich toll - unglaublich schön dort drinnen. Ich möchte bitte zu Weihnachten ein Schloss bekommen, komplett mit Marmor überall an den Wänden und Balkon im Salon, auf dem das Orchester zum Tanz aufspielen kann. Da würden sich doch Wohnzimmerkonzerte von Rockbands mal lohnen! 
Nun ja - das tollste, was ich in letzter Zeit zur deutlichen Hebung der Stimmung getan habe, war aber wohl der Kauf meines neuen Lieblingsstücks in der Wohnung: Meiner Gitarre! Jawohl. Nachdem ich mir mit 20 schonmal eine Schrottgitarre gekauft hatte und beschloss, das Spielen lernen zu wollen (ich hatte ein ziemlich altes, doofes Buch, das einem nur das Zupfen von deutschen Volksliedern beibrachte), gab ich es damals sehr schnell wieder auf. Als mich jetzt ein Kollege fragte, ob ich nicht jemanden kenne, der ihm vielleicht eine seiner Gitarren würde abkaufen wollen, sah ich meine zweite Chance gekommen und hab (nachdem er mir glücklicherweise einen Zahlungsaufschub bis zum Weihnachtsgeld gewährte) zugeschlagen. Dieses Mal habe ich mir ein vernünftiges Lernbuch gekauft, das einem Akkorde und Griffe beibringt und nicht einzelne Töne zum Zupfen. Viel besser - und nachdem bereits das dritte Lied, das man lernen kann, von Bob Dylan ist und ich den liebe - läuft es wie am Schnürchen. Und es macht einfach unglaublich Spaß....
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