Nach Sebs Party sollte man meinen, ich hätte am Wochenende nicht mehr viel zustande gebracht, aber dem war nicht so. Ging auch gar nicht, denn erstens war Samstagabend ja noch StarFM-Party im Hirsch, das ist ein Herden-Pflichttermin, wenn man in Nürnberg ist - und außerdem hat sich bei mir ja großartiger Besuch für Montag angekündigt: Meine tollste kleine Schwester Maj Britt, die gar nicht mehr so klein ist. Immerhin hat sie ein Auto und macht jetzt eine Ausbildung und ist auch schon 21. Aber das geht ja sicher jedem so, der kleine Geschwister hat, dass die einfach ewig "Die Kleinen" bleiben. Geht mir ja andersum genauso, ich bin ja auch die kleine Schwester meiner drei großen Geschwister.
Wie auch immer, ich musste also aufräumen! Urlaub tut meiner Wohnung immer nicht so gut, ich bin einfach viel zu viel zu hause und sehe in der Regel aber gar nicht ein, da jetzt an der Unordnung irgendwie tätig zu werden. Und neben dem Aufräumen und Einkaufen (und mal wieder plitschnass werden...arghs) dann noch n bischn in Stimmung bringen für StarFM.
Bei der vorletzten StarFM-Party, auf der ich war (das war wohl im Februar) hab ich übrigens beim Nachhausefahren beschlossen, dass ich da nicht mehr mit dem Rad hinfahre. Nicht weil mir das zu weit wäre, das ist es nämlich nicht, sondern einfach weil ich jedes Mal meine drei bis vier Bier trinke und dann auf dem Nachhauseweg hoffe, dass mich keine Polizei anhält. Dementsprechend fahr ich jetzt immer mit der Bahn und mit dem Nightliner nach hause, ist sicherer und man hat außerdem meistens sogar Begleitung, weil einfach genug Herdentiere in meiner Ecke wohnen.
Die Party selbst war diesmal richtig super - soo gute Musik die ganze Zeit...es war, als würden sie ein Revival meiner Abizeit hochbeschwören. Die ganzen Indie- und Rock-Hits so ums Jahr 2000 rum, genial. Insgesamt waren wir dann aber doch irgendwann alle (ich glaub, 8 waren wir diesmal) ziemlich müde. Auf dem Nachhauseweg, schon in GoHo angekommen gings nur noch schnell mit Naddl zu Frau Gabsteiger (Bäckerei hier am Eck, die nachts aufmacht und damit alle Nachtschwärmer anzieht) um das Frühstück für Sonntag klar zu machen. Gegen fünf ins Bett und ins Halbkoma gefallen.
Sonntag gings dann auch erst so gegen 15 Uhr zum Chillen weiter aufs Südstadtfest. Das Wetter wäre eigentlich für einen Besuch am See besser gewesen, aber das soll man vorher mal wissen. Angesagt waren nämlich Schauer und Gewitter, wie seit Tagen hier in der Region. Naja...so war's auch OK. Irgendwann war's aber dann auch gut mit der Internationalität und den anderen Kulturen auf dem Fest (O-Ton Moni: "Es hat ja keiner behauptet, dass andere Kulturen toll sind!"...kam gut in dem Moment) und wir haben uns mit beinahe letzter Kraft bloß noch auf einen Kaffee in die Stadt gerettet.
Und für mich ging's dann nur noch heim in die Wanne und zu meinem Buch...so lieb ich Sonntage.
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